Kirche

Unbeflecktes Herz Mariens in Holsten-BextenKirche St. Marien

Wo einmal ein Tabernakel errichtet worden ist … ein Einblick in die Geschichte eines Gotteshauses

Am 8. September 1953 wurde nach nur 18-monatiger Bauzeit die Kirche in Holsten durch den damaligen
Weihbischof von Osnabrück Johannes von Rudloff feierlich konsekriert. Das Gotteshaus wurde dem
„Unbefleckten Herzen Mariens“ geweiht. Vorangegangen waren acht ereignisvolle Jahre.
Die Bewohner von Holsten waren seit vielen Jahrhunderten der Pfarre in Salzbergen zugeordnet, die
Bextener seit ihrer Abpfarrung von Emsbüren im Jahre 1905 ebenfalls. Als nun die Cyriakuskirche zum
Ende des 2. Weltkriegs am 6. März 1945 durch einen Bombenangriff der Alliierten schwer beschädigt
wurde, mussten für die Gläubigen in Salzbergen und den umliegenden Bauernschaften Notunterkünfte für
die Feier der Hl. Messen gefunden werden. In Holsten wurde die Diele des Bauern Veltel hergerichtet.
Hier feierte der Salzbergener Vikar Gerhard Uthoff nur wenige Tage nach dem Bombenangriff die erste
Hl. Messe in Holsten. Niemand ahnte an diesem Tag, das es der erste Schritt in eine kirchliche
Eigenständigkeit war.
Vikar Gerhard Uthoff und der damalige Bürgermeister von Holsten, Heinrich Kramer, waren wohl die
Hauptinitiatoren für die weiteren Geschehnisse in Holsten-Bexten, die nachfolgend stichpunktartig
aufgezählt werden sollen:

  • Anfang April 1945 wird die Emsbrücke gesprengt, Holsten-Bexten ist vollständig abgeschnitten von
    Salzbergen.
  • Im Juni 1945 organisieren Vikar Uthoff und Bürgermeister Kramer eine leerstehende Militärbaracke.
    Sie wird zunächst auf dem Hof Veltel aufgestellt. Dort werden von nun an die Hl. Messen gefeiert.
  • Im September 1945 besucht Bischof Dr. Wilhelm Berning die Notkirche in Holsten. Hier spricht er
    die unvergessenen Worte „Wo einmal ein Tabernakel errichtet worden ist, da werde ich ihn nicht
    wieder abbrechen!“ Mit diesem Satz hat er die Holstener und Bextener bestärkt, ihre Kirchbaupläne
    zu verwirklichen.
  • 1946 – Bau eines Pastorats und Gründung des Kirchenbauvereins, die Notkirche wird auf den
    zukünftigen Kirchplatz verlegt
  • 1947 – Anlegen eines Friedhofes, Holsten wird selbstständiger Seelsorgebezirk, Gerhard Uthoff zum
    ersten Pastor von Holsten benannt.
  • 1951- Die Gemeindemitglieder verpflichten sich einen großen Teil der Kosten des Kirchbaus selbst
    zu tragen. Pastor Uthoff sammelt in den umliegenden Gemeinden für die neue Kirche.
  • 20. März 1952 – Der erste Spatenstich erfolgt.
  • 4. Mai 1952 – Grundsteinlegung
  • 8. Oktober 1952 – Richtfest
  • 8. September 1953 – Konsekration des neuen Gotteshauses